Rettungsdienst Potsdam - Mittelmark gGmbH

 

Einleitung

Die Rettungsdienst Potsdam – Mittelmark gGmbH besteht seit dem 01.01.1997. Sie wurde durch die DRK Kreisverbände Potsdam / Zauch – Belzig e. V. und Brandenburg an der Havel e.V. gegründet. Als wichtigste Aufgabe führt sie im Auftrag des Landkreises Potsdam – Mittelmark Leistungen im öffentlichen Rettungsdienst durch.

Seit ihrer Erst - Zertifizierung im November 2000 arbeitet die Gesellschaft mit einem

Qualitätsmanagementsystem, das ständig weiterentwickelt wird und seit 2012 im Rahmen der Qualitätsgemeinschaft Rettungsdienst im Land Brandenburg fortgeführt wird.

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark

Er liegt mit seinem wald- und wasserreichen Territorium südwestlich Berlins im mittleren Bereich des Landes Brandenburg. Der Fläming mit seiner unversehrten Natur, unzählige Seen und Wasserläufe sowie viele interessante Sehenswürdigkeiten bieten hervorragende Möglichkeiten für Ausflüge und Tourismus.

Im Südwesten bildet die Kreisgrenze gleichzeitig die Landesgrenze zu Sachsen – Anhalt. Im Norden und Nordwesten umschließt der Landkreis jeweils die kreisfreie Stadt Brandenburg und die Landeshauptstadt Potsdam. Im Nordosten grenzt er unmittelbar an die Bundeshauptstadt Berlin.

Mit einer Fläche von 2.682 km2 ist Potsdam - Mittelmark flächenmäßig der drittgrößte Landkreis der Bundesrepublik Deutschland. Im Vergleich verfügt er mit rd. 76 Einwohnern pro m2 (insgesamt ca. 205.000) über eine sehr geringe Bevölkerungsdichte und ist somit den dünn besiedelten Flächenlandkreisen zuzuordnen.

Bedingt durch die Nähe zu Berlin und der Landeshauptstadt Potsdam ist in den daran angrenzenden Bereichen eine wesentlich über dem Durchschnitt liegende Bevölkerungsdichte mit einer nach wie vor hohen Zuwanderungsrate zu verzeichnen. Diese Gebiete und große Verkehrsknotenpunkte und -verbindungen bilden auch die Aufgabenschwerpunkte des Rettungsdienstes.

 

Struktur der Rettungsdienst Potsdam – Mittelmark gGmbH

Die Gesellschaft wird durch den Geschäftsführer geleitet, der durch eine Verwaltungskraft unterstützt wird. Die Aufgaben, die in Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung, Umsetzung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems zu bewältigen sind, werden durch den Qualitätsbeauftragten wahrgenommen.

Die DRK Rettungsdienst Potsdam-Mittelmark gGmbH besetzt seit dem 01.04.2012 drei Rettungswachen, die von einem Wachleiter gemeinsam geleitet werden.

 

Alle Mitarbeiter, ob Rettungsassistenten oder –sanitäter, haben die entsprechende Ausbildung absolviert. Mehrere Rettungsassistenten sind qualifizierte Ausbilder im Rettungsdienst (Lehrrettungsassistenten), davon ist einer zusätzlich auch zertifizierter ACLS-Mega-Code-Trainer, ein weiterer ist ausgebildeter, staatlich geprüfter Desinfektor. Ein Mitarbeiter unterstützt als Sicherheitsbeauftragter die Betriebsleitung in Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Im Zuge der Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes haben aktuell zwei Lehrrettungsassistenten die Weiterqualifikation zu Praxisanleitern erfolgreich abgeschlossen, ab November 2014 läuft die Qualifikation unserer Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern.

 

Rettungswache Teltow

Standortbeschreibung

Die Rettungswache Teltow bildet mit rd. 26 % aller Einsätze den Einsatzschwerpunkt des Rettungsdienstes im gesamten Landkreis Potsdam – Mittelmark.

Der Versorgungsbereich grenzt unmittelbar südlich an die Bundeshauptstadt Berlin (Bezirke Zehlendorf, Steglitz, Lichterfelde) sowie östlich an die Landeshauptstadt Potsdam. Flächenmäßig umfasst er ca. 118 km2. In der gesamten Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf leben heute bereits knapp 60.000 Menschen. Somit ist hier die mit Abstand höchste Bevölkerungsdichte im Landkreis zu verzeichnen. Daraus resultiert auch das im Vergleich zu den anderen Rettungswachen des Landkreises weitaus höhere Einsatzaufkommen. Für das Jahr 2030 wird mittlerweile eine Einwohnerzahl von fast 66.000 Menschen prognostiziert. Damit wäre im Vergleich zu 2010 allein in Teltow ein Bevölkerungszuwachs um 31 %, in Kleinmachnow und Stahnsdorf um jeweils rd. 5 % zu verzeichnen. Dieser Entwicklung muss auch der weitere Ausbau des Rettungsdienstes Rechnung tragen, um den gesetzlichen Versorgungsauftrag zu erfüllen.

 

Das NEF der Wache Teltow ist am Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin – Zehlendorf stationiert, das auch die Notärzte für den Rettungsdienst stellt. Diese Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg wurde durch das Deutsche Rote Kreuz 1991 initiiert und hat sich seitdem bewährt. Bei entsprechendem Bedarf wird das NEF auch auf Anforderung der Berliner Feuerwehr im Nahbereich des Klinikums in Berlin eingesetzt.

 

Die Rettungswache Teltow ist anerkannte Lehrrettungswache und somit zur Annahme von Praktikanten in der Ausbildung zu Rettungsassistenten ermächtigt.

Neben der praktischen Ausbildung von Rettungssanitätern besteht somit die Möglichkeit, jeweils zwei Praktikanten in der Ausbildung zum Rettungsassistenten für das Anerkennungsjahr anzunehmen. Bewerber um eine Praktikantenstelle müssen neben der abgeschlossenen Ausbildung als Rettungssanitäter und der bestandenen staatlichen Prüfung für Rettungsassistentinnen /Rettungsassistenten u.a. auch den Führerschein der Klasse C1 besitzen. Aktuell laufen die vorbereitenden Maßnahmen für die zukünftige Ausbildung von Notfallsanitätern.

 

Anfragen zur praktischen Ausbildung im Rettungsdienst

Interessenten, die sich für die praktische 160-Stunden-Ausbildung zum Rettungssanitäter oder für die Ausbildung zum Notfallsanitäter bewerben möchten, können Ihre Bewerbung bzw. Ihre Anfrage unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! direkt an den Ausbildungsverantwortlichen richten.

  

Rettungswache Michendorf(bis 06.11.2014 Langerwisch)

  

Die Rettungswache wurde im Michendorfer Ortsteil Langerwisch am 11. Juli 2003 in Betrieb genommen. Ihr Versorgungsbereich umfasst ein Gebiet von 12 Ortschaften mit derzeit rd. 32.000 Einwohnern, dazu den stark frequentierten Berliner Ring (BAB 10) im südlichen Bereich zwischen den Dreiecken Nuthetal und Potsdam sowie Teilbereiche der BAB 115.

Am 06.11.2014 konnten die Mitarbeiter der Rettungswache endlich in die vollkommen neu errichtete Rettungswache in Michendorf umziehen. Dort sind von den räumlichen und materiellen Bedingungen her alle Voraussetzungen gegeben, um mit derzeit zwei RTW den Versorgungsauftrag sicherzustellen. Zusätzlich ist hier der dem DRK zugeordnete Reserve-RTW des Landkreises stationiert.

  

Rettungswache Brück

 

Seit Indienststellung am 02.April 2012 besetzt das DRK die Rettungswache in Brück. Dieser nunmehr 14. Rettungswachenstandort wurde durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark im Ergebnis eines Gutachtens eingerichtet, dass in diesem Bereich eine deutliche Versorgungslücke ausgewiesen hat. Auf Grund der Entfernungen von anderen Standorten konnte die Hilfsfrist in diesem mittleren Bereich des Landkreises im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bis dahin regelmäßig nicht eingehalten werden.

 

Bis zur Fertigstellung des erforderlichen Neubaus der eigentlichen Rettungswache im August 2014 versahen die Mitarbeiter des DRK Ihren Dienst am Standort der Bundeswehrfeuerwehr des Truppenübungsplatzes Lehnin. Mit dem Einzug in den Neubau am jetzigen Standort in Brück-Ausbau haben die DRK-Mitarbeiter auch in dieser Rettungswache sehr gute Arbeitsbedingungen.

 

 

 

Fazit

Von den drei Standorten aus stellt das DRK heute für über 45 % ! der Bevölkerung des Landkreises Potsdam-Mittelmark die rettungsdienstliche Versorgung sicher. Pro Jahr erbringen die Mitarbeiter des DRK über 10.000 Einsätze im öffentlichen Rettungsdienst, und das mit nach wie vor steigender Tendenz. Immer steht in den Einsätzen die fachlich und menschlich perfekte Versorgung der Patienten im Mittelpunkt.

 

Gerade die hohe Bevölkerungskonzentration und das ständige Wachstum, die dem Rettungsdienst besonders im Bereich Teltow bereits städtischen Charakter geben, stellen hohe Anforderungen an die Einsatzkräfte. Neben permanenten Veränderungen der örtlichen Gegebenheiten müssen die Besatzungen anders als in Großstädten eigenständiger handeln, die Transportwege sind länger als in reinen Großstädten wie Potsdam oder gar Berlin mit einer engmaschigen Krankenhausstruktur.

 

Anmeldung Lehrgänge

Ansprechpartner

Beauftragter Medizinproduktesicherheit
f.erfurth@drk-fdpotsdam.de

Praktika im Rettungsdienst
ausbildung@drk-fdpotsdam.de